Kinder Kinder! – Die machen Karrieren.

Mein Name ist Sonja Fitzner, ich bin pädagogische Fachberaterin und Prokuristin im Kinder Kinder! Universum. Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist hier nicht nur ein Slogan, es wird gelebt – Kinder Kinder! schafft Möglichkeiten auch für Mitarbeitende.

Schon mein Lebensweg bis zur Anstellung bei Kinder Kinder! ist nicht unbedingt gerade – ich bin ein Freidenker, ein Querkopf, eben ein Hamburger Deern. Ich habe Wirtschaftsabi gemacht, in Hotels gearbeitet, Journalismus an einer Fernuni studiert und bin früh Mutter geworden.

Für einen Ortswechsel nach Hannover habe ich mich auf unterschiedlichste Ausbildungen beworben. Und bin in der Ausbildung zur Erzieherin gelandet. Danach habe ich mich bei Kinder Kinder! beworben. Und habe meine erste Absage bekommen. Und dann doch eine Zusage und eine Position als Springerin.

Damals kam mein erster Sohn gerade in die Schule und ich war alles andere als zeitlich flexibel. Mein Dienstplan wurde an meine Situation angepasst, im Gegenzug habe ich versucht, mich in meinen Möglichkeiten flexibel zu zeigen.

Die erste Zeit habe ich viel in der Krippe – bei den 0-2jährigen – gearbeitet und durfte dort vieles von Julia Wilkening, der heutigen Leitung der Villa Kinderreich, lernen. Ihr Verständnis von Pädagogik hat mich beeindruckt und auch geprägt.

Dann habe ich als Springerin in der damaligen altersübergreifenden Gruppe gearbeitet, habe eine neue Gruppenleitung und eine neue Zweitkraft in ihrem Einstieg begleiten dürfen, nachdem die ersten Schwangerschaften einen Wechsel nötig gemacht haben.

Bevor ich dank der Empfehlung von Julia zur Kitaleitung der Continental Kinderwelt geworden bin, habe ich meine Stunden aufgestockt und eine Krippengruppe der Villa Kinderreich leiten dürfen. Meine Regenbogen trage ich noch heute im Herzen. Wie die ganze Villa Kinderreich, in der ich nach der Ausbildung meine ersten vier Berufsjahre verbringen durfte. Auch habe ich hier die Weiterbildung zur systemischen Familienberaterin absolvieren dürfen.

Nur vier Jahre für all diese Karrieresprünge und das in mich gesetzte Vertrauen – heute kommt mir das wahnsinnig kurz vor.

Die Continental Kinderwelt habe ich zweieinhalb Jahre als Kitaleitung mit aufgebaut und begleitet. Mein geheimes zweites Baby. Wie sehr ein Herz an Dingen hängen kann, die man selber mitgestalten darf, durfte ich hier erfahren.

Während meine Karriere stabil nach oben tendierte, zeigten sich in meinem Privatleben einige Turbulenzen. Mein erster Sohn wurde bereits 13 Jahre alt, da meldete sich mit allen privaten Veränderungen neben Sohn zwei auch ein Umzug in die alte Heimat an.

Nun könnte man meinen, dass hier der Weg für Kinder Kinder! zu Ende sein müsste, denn was soll ein kleiner Träger in Hannover mit einer Fachkraft in Hamburg anfangen können?

Aber falsch gedacht! Die erste Zeit durfte ich als erste Kitaleitung Teilzeit für 2 Tage die Woche im Home-Office arbeiten. Vielleicht wäre auch das die Lösung geblieben, wenn ich wie geplant nach einem halben Jahr Elternzeit wieder gekommen wäre…

Pläne, die man macht – das Leben lacht (einen aus).

Leider blieb das Privatleben sehr turbulent und nach einem schweren Zusammenstoß von Fahrrad mit Auto wurde Sohn eins ins Krankenhaus geflogen und kurze Zeit musste ich um sein Leben bangen. Diese Erfahrung wünsche ich niemandem. Einen Monat später wieder mit der Arbeit anzufangen, war undenkbar, denn entsprechende Therapien begleiteten unseren Alltag und dieser musste sich erstmal anpassen.

Aber auch hier wurde ich nicht im Stich gelassen. Kinder Kinder! Ich sag es euch, selbst hier wurde eine Lösung gefunden, als ich dann nach einem weiteren halben Jahr wieder arbeiten wollte und meine Stelle natürlich besetzt war. Als pädagogische Assistentin der Geschäftsführung durfte ich – Großteils aus dem Home-Office und mit Kleinkind an der Seite – weiter für Kinder Kinder! tätig sein. Natürlich habe ich mich ins Zeug gehängt, um zu beweisen, dass meine Arbeit es wert ist, dass diese Stelle geschaffen wurde.

Unverhofft kommt oft, machte sich Sohn drei auf den Weg. Und auch hier hat mich Kinder Kinder! durch Schwangerschaft und Elternzeit begleitet.

Jetzt bin ich seit August 2020 wieder an Bord. Mache seit Oktober das Fernstudium zur pädagogischen Fachberaterin und bin in dieser Funktion für Kinder Kinder! tätig. Ich unterstütze die Kitaleitungen und Teams beratend, ebenso wie den Träger. Ich bringe mich politisch ein, um die Rahmenbedingungen für Kitas zu verbessern. Und auch Familien können sich jederzeit an mich wenden. Ich bin eine Schnittstelle zwischen Familien, Kitas und Politik. Aus dem, was vorhanden ist, das Beste zu machen und in die Zukunft blickend noch viel mehr für unsere Kinder herauszuholen – das ist mein Ziel als Fachberatung.

Und ganz neu bin ich auch als Prokuristin eingesetzt. Was für ein Vertrauensbeweis!

In vielen Familien mag es für die Frauen durch die Familienplanung und familiäre Besonderheiten in der Karriere einen echten Knick geben – bei Kinder Kinder! gab es den für mich nicht.

In jeder Lebenslage wurde ich begleitet. Klar haben auch wir in der beruflichen Beziehung neben den Höhen auch Tiefpunkte erlebt. Das Leben ist kein Zuckerschlecken und die Gestaltung einer Karriere ist es auch nicht. Wie oft habe ich mich im Aus gesehen? Einen Neustart in Gedanken schon durchgespielt?

Aber wir haben über ALLES geredet und haben, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren, eine Lösung gefunden, mit der wir gemeinsam leben konnten. KOMMUNIKATION ist ein MUST-HAVE. Sie macht viele Dinge möglich, die man für unmöglich halten mag. Und so gute Dinge. Denn auch wenn manches im Ursprung ein Kompromiss war, so ist Großes daraus gewachsen.

Ich danke Kinder Kinder! für das in mich gesetzte Vertrauen und all die Möglichkeiten, für die Begleitung – Hand in Hand für einen wunderbaren Weg ins Leben. Das ist nicht nur eine Vision, es ist Leben. Jedem, der mich bei Kinder Kinder! begleitet und begleitet hat, möchte ich danken – jeder Mensch prägt den eigenen Weg, lehrt einen etwas. So unterschiedlich die Lehre aus den Begegnungen sein mag, so wichtig ist es, dass es sie gibt. Und ich bin gespannt auf den weiteren Weg bei und mit Kinder Kinder!